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San Gavino liegt genau in der Mitte der Campidano Ebene zwischen Cagliari und Oristano. Nach den Überlieferungen sei die Bevölkerung der beiden kleinen Ortschaften Ruinas Mannas und Ruineddas wegen der barbarischen Streifzüge nach Nurazzeddu umgezogen: Sie siedelten sich hauptsächlich um die S. Gavino Kirche an und gründeten einen größeren Stadtkern, der wahrscheinlich im Mittelalter den gleichen Namen der Kirche bekam.
Danach wurde den Ausdruck Monreale nachgestellt: Das Schloss der Regierenden des Landbezirkes Arborea wurde nämlich im 11. Jahrhundert auf einem nicht weitentfernten Hügel, das mon real – das Königsberg – erbaut. Dank seiner mittleren Lage spielte San Gavino in der Zeit der Judikaten eine sehr wichtige Rolle und wurde zur Hauptstadt der Stadtbezirk Bonorzuli.
Im 14. und 15. Jahrhundert wurde San Gavino wegen des Krieges zwischen dem Judikat von Arborea und den Aragonesen fast gründlich zerstört und wurde deshalb bei den Kirchen Santa Chiara und Santa Croce wieder errichtet.
Die Lokalwirtschaft besteht in Zucht und Anbau, vor allem Safran, seit dem 14. Jahrhundert angebaut.
Dank der Eisenbahn konnte sich der Bergbau auch in San Gavino entwickeln und nach der Verbindung mit Cagliari ließ die Bergbaugesellschaft Montevecchio eine private Eisenbahnstrecke anlegen, die San Gavino mit Montevecchio verbinden sollte.
Aus demselben Grund erbaute die erst gegründete Società Italiana del Piombo (Italienische Bleigesellschaft) in den 30er Jahren eine Gießerei.