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Der Ursprung dieses Bergbaugebiets geht auf Urzeiten zurück: In der Lokalität Sciria wurden eigentlich Überreste aus der Steinzeit an einer oberflächlichen Ader, aber auch Ruinen von der Zeit der Nuraghen, karthagische, römische und mittelalterliche Ansiedlungen entdeckt.
Die erste Urkunde des Bergbaus in Montevecchio stammt aus dem Jahr 1628: Ein Edikt wies dem Herrn Giacomo Esquirro die sardischen Bergwerke, besonders das in Montevecchio, zu.
Während der savoyischen Besetzung wurde es 1720-1740 von Don Pietro Nieddu und Giò Stefano Durante, dann später von dem schwedischen Konsul Gustavo Mandel geführt.
1848 kam die richtige Wende: Ein sardischer Unternehmer, Giovanni Antonio Sanna, bekam die Dauerkonzession der Bergwerke in der Gegend namens Monte Vecchio, in der Nähe von Guspini und Arbus.
Die Bergwerke waren über 150 Jahre lang tätig und die letzte wurde erst 1991 endgültig geschlossen.
Das Dorf Montevecchio wurde im Laufe dieser Zeitspanne eine richtige Bergbaustadt, mit einem Krankenhaus, Schulen, Postamt, Kino und Sportplatz. Die Förderungsanlagen waren die wichtigsten in Europa und ihre Fachmänner und Leiter waren berühmte Persönlichkeiten.
Wenn das Bergwerk in reger Tätigkeit war, wohnten hier ungefähr 5 000 Menschen. Heute sind die Einwohner nur 400 und sie benutzen die alten Gebäude, die damals die Unterkünfte der Fachleute und der Bergmänner waren.
Auf dem Weg von Guspini nach Montevecchio sind noch viele Gebäude zu sehen, die einst zur Bergwerk gehörten: Der Bahnhof Scira, der Vorrätelager, die Grube Piccalinna, mit einer besonderen Bauweise und ihre vielförmige und vielfarbige Steine, und zum Schluss der Förderschacht San Giovanni. Zur rechten Seite ist noch der kleine Förderungsturm und zur linken Seite eine Kammer für Winden, Kompressoren und andere Geräte, die noch vollständig und sehenswert sind.
Es gibt noch die Laveria Principe Tommaso und durch den Förderschacht Sant’Antonio ist die Galleria Anglosarda (angel-sardischer Stollen) heute noch zugänglich. Am Ende des Weges kommt man zur Anhöhe von Gennas, eine Bergbauortschaft, deren elegante Gebäude Zeichen der ruhmreichen Geschichte sind.
Der Kiosk in Jugendstil auf dem zentralen Platz von Montevecchio stellt die Grenze zwischen die beiden Gemeinden von Guspini und Arbus dar. Das Gebäude der Bergwerkverwaltung, heute ein Museum, die Santa Barbara Kirche, die Auskunftstelle, die ehemalige Försterei, in Zukunft ein elegantes Restaurant, und viele andere Gebäude gehören zur Gemeinde Guspini. Auf der anderen Seite ist das ehemalige geologische Amt des Bergwerkes, in Zukunft Sitz des Mineralogischen Museums, Teil von Arbus.
Auf dem Weg zum Meer, fährt man, an den Gruben Ponente, Pozzo Amsicora und Pozzo Sanna vorbei, bis zum Bergbauzentrum Ingurtosu, noch in der Gemeinde Arbus.
Die erste Grube ist der Cantiere Sanna mit dem gleichnamigen 1886 aus lokalen Steinen gebauten Förderschacht (pozzo).
Ingurtosu und Montevecchio, Weltkulturerbe erklärt, sind die bedeutungsvollen Stätten des geologischen Bergbau-Kulturparks, der nach dem Vorschlag der Region entstanden ist.
Der Park gehört zur Weltsystem von geologischen Parks und stellt ein Beispiel für die soziale und wirtschaftliche Umstellung auch von all den anderen sardischen Bergbaugebieten.